Angaloppieren
Aufmerksam machen des Pferdes durch halbe Parade, Gewicht nach innen verlagern, innere Hüfte leicht vor. Innerer Schenkel vermehrt treibend, äußerer Schenkel verwahrend. Äußerer Zügel gut anstehend, innerer leicht nachgebend.
Ausbinder
Hilfszügel, mit dem der Kopf des Pferdes kurz vor der Senkrechten gehalten werden soll. Er besteht aus zwei Lederriemen, in denen zur Dämpfung oft ein Gummiring eingearbeitet ist und wird rechts und links hoch am Sattelgurt verschnallt und in die Trensenringe eingehakt.
Barrel Race
Westerndisziplin, bei der im rasanten Tempo drei Blechtonnen umrundet werden müssen
Bosal
eine besonders im Westernreiten verwendete gebisslose Zäumung, bei der ein aus Rohleder sehr stabil geflochtenes ovales Teil um die Nase des Pferdes liegt und die Signale des Reiters auf die Backenknochen und das Nasenbein des Pferdes überträgt.
Cavaletti
Cavalettis (auch Bodenricks genannt) sind ca. 3m lange Stangen, an deren Enden Holzkreuze montiert sind. Durch diese x-förmigen Kreuze erreicht man beim Umkippen der Stangen unterschiedliche Höhen des Bodenricks
Damensattel
Sattel, der es den Damen früher ermöglichte, trotz ihrer langen Kleider zu reiten. Während sich das linke Bein wie gewohnt im Steigbügel befindet, wird das rechte Bein auf der selben Pferdeseite von einer Vorrichtung gehalten, wodurch die Beine nicht gespreizt werden mussten.
Einwirkung
Kontrolle, die ein Reiter durch die Gesamtheit der ihm zur Verfügung stehenden Hilfen über sein Pferd hat
Exterieur
Die äußere Erscheinung eines Pferdes
Festliegen
Ein Pferd, das so eingeklemmt ist, dass es nicht mehr aufstehen kann, liegt fest!
Flehmen
Gesichtsausdruck eines Pferdes, das einen bestimmten Geruch wahrnimmt, wobei es den Kopf hebt und die Oberlippe hochzieht, so dass die oberen Schneidezähne zu sehen sind. An häufigsten zu sehen bei Hengsten, die eine rossige Stute wahrnehmen
Fohlen
Bezeichnung für das Baby eines Pferdes, bis es ein Jahr alt ist.
Fünfgänger
Pferd, das neben Schritt, Trab und Galopp auch die Gangarten Tölt und Pass beherrscht
Gamaschen
Schutz aus Kunststoff oder Leder für empfindliche Pferdebeine
Ganaschen
Backenknochen des Pferdes
Gebiss
hat zwei Bedeutungen: 1. Gesamtheit der Zähne 2. Mundstück des Zaums
Glasauge
Extrem helles Auge durch fehlende Pigmentierung der Iris, meist blau
Hannoveraner
wie Holsteiner, aber: Holsteiner kennen keine Grenzen, vorher sind sie platt; Hannoveraner überwinden alle Grenzen und laufen länger. (bitte nicht ernst nehmen, das ist ein alter Konkurrenzkampf zwischen Anhängern verschiedener Warmblutrassen ;-) )
Holsteiner
Warmblut-Pferderasse, geeignet für alle Sparten des Reit- und Fahrsports, geliebt in der ganzen Welt, denn: "Holsteiner kennen keine Grenzen"
Hufstrahl
Weiches Horndreieck an der Unterseite des Hufes.
Immundiffusionstest
Antigen und Antikörper wandern im halbfesten Medium (Agar) aufeinander zu. An der Treffstelle reagieren sie mit sichtbarer Ausfällung
In-and-Outs
Springkombination, bestehend meist aus Cavalettis, Kreuzen, kleineren Steilsprüngen, die so aufgestellt werden, dass das Pferd keine Galoppsprung dazwischen macht, sondern nach dem Landen energisch wieder abspringen muss. Fördern die Geschmeidigkeit und Geschicklichkeit von Reiter und Pferd und sollten zwischen 3 und 3,5m Abstand haben.
Jagdreiten
traditionelle meist im Herbst stattfindende Jagden werden nach festen Regeln als Schleppjagd hinter einer Hundemeute oder Fuchsjagd ohne Hunde geritten.
Jährling
das einjährige Pferd/Pony
Kadenz
bedeutet, dass die Schwebephase deutlich ausgehalten wird, wobei die Hinterhand weiter nach vorne durchschwingen soll.
Kolostralmilch
erste Muttermilch, die das Fohlen unbedingt erhalten sollte, da diese wichtige Gammaglobuline enthält, die das Fohlen mit Abwehrstoffen versorgen.
Koppen
Unart des Pferdes, bei der es mit einem rülpsenden Geräusch Luft schluckt
Lahmen
Ungleicher, unregelmäßiger Gang aufgrund von Schmerzen an den Beinen
Longieren
Pferd in einem Kreis rund um sich laufen lassen, mit Kommandos korrigieren
Mash
Futterbrei aus Weizenkleie, Leinsamen und Hafer, der warm verfüttert wird
Mauke
Entzündung der Haut an den Beinen, ausgehend von der Fesselbeuge
Maultier
Fohlen aus einer Pferde-Stute und einem Esel-Hengst
Mongolisches Pferd
Kleines, zähes Pferd, in vielen Farben, als Pack- und Reittier, sowie zur Stutenmilchgewinnung. Kaum zu glauben, aber auch ein tolles Reitpferd!
Nationenpreis
Mannschaftsspringen bei offiziellen Internationalen Turnieren. 4 Reiter, 1 Streichergebnis
Offenstall
eine im Gegensatz zur Boxenhaltung Artgerechtere Haltungsform des Pferdes. Pferde in Offenstallhaltung können sich freier bewegen
Piaffe
nach der Passage die höchste Versammlung des Pferdes im Trab
Quarter Horse
Amerikanische Pferderasse, wurde in der Vergangenheit zum Viehtrieb im "Wilden Westen" genutzt, genießt mittlerweile in Europa immer größer werdende Beliebtheit als Freizeit- und Westernturnierpferd
Ramskopf
Kopfform mit starker Wölbung, von den Nüstern bis zum Schopf, nach außen, meistens bei Altblütern zu sehen.
Rangordnung
Innerhalb einer Pferdeherde gibt es eine strenge Rangordnung, die das Kräfteverhältnis der einzelnen Tiere zueinander spiegelt.
Rauhfutter
In erster Linie Heu und Stroh, relativ energiearm, aber ballaststoffreicher Bestandteil der Futterration, der für einen ungestörten Ablauf der Verdauung unerlässlich ist.
Reining
Western-Disziplin, bei der das Pferd auf Turnieren in schnellen Manövern (Galopp-Zirkel, schnelle Hinterhandwendungen, rasante Stops) am möglichst langen Zügel vorgestellt wird
Rodeo
Reiterspiele in Amerika, bei denen nicht nur buckelnde Pferde geritten werden, sondern auch Geschlicklichkeitswettkämpfe im Lasso werfen und Rinder fangen statt finden
Rosse
Zeit, in der die Stute paarungsbereit ist
Satteldruck
Druckstelle in der Sattellage durch einen schlecht sitzenden Sattel oder fehlerhaftes Aufsatteln.
Scheuen
Erschrecken, Umdrehen, unter Umständen auch Davonlaufen vor unbekannten oder plötzlich auftauchenden Gegenständen.
Senkrücken
Stark mach unten abfallende durchgebogene Rückenlinie.
Stechen
Ermittlung des Siegers durch einen zusätzlichen Umlauf, der erforderlich wird, wenn zwei oder mehr Teilnehmer das gleiche Ergebnis erzielt haben.
Tiedemannzügel
Hilfszügel um dem Pferd die Vorwärts-Abwärts-Richtung zu weisen
Trab
Gangart des Pferdes im Zweitakt mit Schwebephase
Umspringen
Wechsel des führenden Beins im Galopp
Unterbiss
Auch Hechtbiss genannt. Der Unterkiefer überragt den Oberkiefer
Volte
Hufschlagfigur, Kreis mit 6-10 m Durchmesser
Vorhandwendung
Hufschlagfigur zum Handwechsel, bei der das Pferd mit der Hinterhand um die Vorderhand herumtritt.
Wallach
Kastriertes, männliches Pferd
Weben
Stalluntugend, bei der das Pferd schaukelnd auf den Vorderbeinen hin und her tritt
X
Hinter dem Namen eines Pferdes: Zeichen für Anglo Araber
XX
Im Abstammungsnachweis hinter dem Namen des Pferdes: Zeichen für englisches Vollblut
Yabusame
Japanisches Reiterspiel aus dem Mittelalter
Zangen
Innere Schneidezähne
Zeheneng
Stellungsfehler, bei der die Gliedmaßen ab dem Fesselgelenk, von vorne gesehen, von der Senkrechten nach außen abweichen
Wusstest Du, dass
... ein Pferd täglich 30 bis 45 Liter Wasser trinkt? Das sind drei bis fünf Wassereimer voll.· ein Pferd 40 Liter Blut hat? Es kann ein Drittel davon verlieren, ohne zu sterben - mehr als ein Wassereimer voll!· es etwa 180 verschiedene Pferderassen gibt?· es zwei Jahre dauert, bis ein Schweifhaar komplett nachgewachsen ist?· die Trächtigkeit einer Stute 11 Monate dauert?· das Polospiel schon vor 3000 Jahren in Persien entstand?· ein Pferd im Durchschnitt 20 bis 30 Jahre alt wird? (Besser: werden kann, denn viele alte Pferde werden schon vor ihrem natürlichen Tod eingeschläfert)· eine Stute 4 Zähne weniger hat als ihre männlichen Kollegen? Nämlich 36· ein Pferd erst mit fünf Jahren ausgewachsen ist?
Geschichte unserer Pferde Einige Tierarten gab es schon vor Millionen von Jahren, aber heute gelten sie als ausgestorben. Hierzu zählen die wohl allen bekannten Dinosaurier. Unsere Pferde wie wir sie heute kennen, gehören der Neuzeit an, was rechnerisch aber auch etwa 3 Millionen Jahre her sein dürfte. Die Stammesgeschichte unserer Pferdeahnen begann wohl vor etwa 60 Millionen Jahren, denn aus dieser Zeit wurden Höhlenmalereien und Skelettfunde gefunden. Die damals lebenden Eophippus hatten kaum etwas gemein mit unseren heutigen Pferden, denn sie waren noch sehr klein und entwickelten erst im Laufe der Erdgeschichte ihre Gestalt und Größe. Selbst die uns heute bekannten Hufe waren noch nicht ausgebildet, denn unsere Urpferde lebten in morastigen Sumpflandschaften. Hier sorgten vier Zehen an den Vorderbeinen und drei Zehen an den Hinterbeinen dafür, dass sie nicht im weichen Boden einsanken. Noch heute leben Stammformen der Wildpferde auf verschiedenen Kontinenten. Am Bekanntesten sind das in Asien lebende Prezewalskij Pferd und auch der aus Europa stammende Tarpan. (beide in zoologischen Anstalten zu finden!). Diese Pferde haben meist noch graubraune bis schwarzbraune Fellfärbung sowie die gerade bei den Wildpferden bekannten zebraartigen schwarzen Streifen an den Beinen. Warmblüter, Vollblüter und Kaltblüter - Unterteilung in der Pferdezucht Hand auf’s Herz, wer kennst wirklich alle Pferderassen die es inzwischen gibt? Was aber sicher jeder kann, ist sie in Warmblut, Kaltblut oder Vollblut einzuordnen.Früher gab es vorwiegend Kaltblüter, denn sie waren die idealen Arbeitspferde wenn es darum ging große Fuhrwerke zu transportieren, einen Flug über ein Acker oder gefällte Bäume aus unzugänglichen Wäldern zu ziehen. Viele dieser Arbeiten werden heute aber von Autos, Traktoren und Maschinen erfüllt, so das Kaltblüter kaum noch wirklich gebraucht werden. Die in heutiger Zeit lebenden Kaltblutrassen werden oft von Liebhabern gehalten, Brauereien zum schmücken ihrer Bierwagen bei Festen oder einige wenige arbeiten wirklich noch in der Forstwirtschaft als Holzrückepferde. Eine Besonderheit stellen bis heute die Vollblüter da, die sich eigentlich „Englische Vollblut“ schimpfen. Diese Bezeichnung dürfen aber nur die Pferde führen, bei denen sich die Ahnenreihe ohne Lücken bis hin zu den ersten Stutbuch-Bränden aus dem Jahr 1793 zurück verfolgen lässt. Das Vollblut, bei dem beide Elternteile von Vollblütern abstammen, fällt durch seine äußere Erscheinung, Härte und Ausdauer auf. Seit Jahrhunderten wird es in England auf Schnelligkeit in Galopprennen gezüchtet. Inzwischen erfreut es sich auch im Reitsport und Freizeitsport wachsender Beliebtheit. Vollblüter fanden jedoch ebenso in der Pferdezucht der Warmblutpferderassen Verwendung, um die im Körperbau schwereren Pferde leichter zu machen. So etwas nennt sich dann Veredelung. In der heutigen Zeit fallen fast alle übrigen Pferderassen, die nicht Vollblüter oder Kaltblüter sind, somit unter den Begriff Warmblüter. Hierunter fällt der Hannoveraner genauso, wie auch Westernpferde oder Ponys. Warmblüter stehen im Reitsport und auch im Freizeitsport in der Beliebtheit an erster Stelle. Seit 1975 treten sogar verschiedene Zuchtverbände für ein gemeinsames Zuchtziel, dem Deutschen Reitpferd ein. Diese Pferde sollen sich vor allem für Reitzwecke jeder Art eignen.Die Einteilung nach Warm-, Kalt-, oder Vollblut bezieht sich auf das Temperament der Pferderassen. Die Bluttemperatur ist bei allen Pferden gleich und beträgt im Normalfall zwischen 37,5 °C und 38,2 °C. Die Farben der Pferde
Ob nun Pferdefreund oder nicht, jedem fällt auf Anhieb sofort eine Pferdefarbe ein – die der Schimmel. Das es bei diesen weißen Pferden auch Abstufungen in ihrer Farbe gibt, geht dann aber bereits weit über dieses Grundwissen hinaus. Es ist also nicht grundsätzlich so, das weiße Pferde NUR weiß zu sein haben. Da Schimmel meist dunkelhaarig geboren werden und sich erst im Laufe ihres Lebens allmählich umfärben, werden die dunklen Flächen im Fell immer größer und heller. Er hat aber keine Farbe wie Fuchs, Rappe oder Brauner, sondern eine Farbveränderung, die mit dem Verlust der Farbpigmente in den Haaren zusammenhängt. Die Farbe im Auge und Hufe bleibt jedoch erhalten. Schimmel haben immer graue Haut. Bis sie richtig "weiß" geworden sind, unterscheiden sich Schimmel vor allem durch ihre Färbung. So spricht man vom Fuchsschimmel, Braunschimmel, Rappschimmel, Apfelschimmel und Grauschimmel.Aber auch bei den anderen Fellfarben der Pferde gibt es Farbunterschiede. So kennen wir noch Rappen, Füchse oder Braune, dazu noch die Sonderfarben wie Isabelle, Falbe oder Schecke.Außerdem gibt es bei den einzelnen Pferderassen noch eigene Farbbezeichnungen, wie zum Beispiel bei den Westernpferden wie dem Quarter Horse oder dem Paint Horse. Aber das würde zu weit führen hier alle verschiedenen Farben zu erklären, somit beschränken wir uns auf die geläufigsten: Ein Rappe ist ein schwarzes Pferd, wo auch Mähne und Schweif (kurz Langhaar) schwarz ist. Manchmal erscheint ein schwarzes Pferd wie ein Rappe, wenn es aber im Licht steht, sieht man es sich hier um eine tiefdunkelbraune Farbe handelt. Meist haben diese Pferde gerade um die Nüstern rum eher braunes Fell, somit wird dieses Pferd wohl eher ein Brauner sein.
Bei den Braunen gibt es die Unterscheidung in Hellbraune und Dunkelbraune, obwohl sie auch eine rötliche Fellfarbe aufweisen können. Allgemein werden aber eher Füchse rötlich sein, aber warum ist es dann doch ein Brauner, und warum ist ein Pferd was dunkelbraun ist doch ein Fuchs? Das Durcheinander ist leicht zu entwirren, denn alleine mit dem Langhaar (Mähne und Schweif) lässt sich hier die Unterscheidung erkennen. Ein Brauner hat egal welche braune oder rotbraune Farbe sein Fell hat, immer schwarzes Langhaar, wogegen ein Fuchs egal ob sein Fell hell oder dunkel ist, immer rötlich schimmerndes Langhaar. Der Fuchs wird nach Dunkelheit oder Helligkeit seines Felles eingeteilt, und zwar in: Hellfuchs, Kupferfuchs, Rotfuchs, Dunkelfuchs, Kohlfuchs und Fuchs. Schecken sind ganz einfach gesagt – bunte Pferde. Diese ähneln in etwa den Milchkühen auf der Weide mit ihrem große weißen, schwarzen oder braunen Flecken. Fein aufpassen sollte man aber bei verschiedenen Pferderassen, wie dem Paint. Diese sind keine Schecken, sondern Paint Horses mit eigenen Bezeichnungen ihrer Scheckzeichnungen.
Isabellen haben ebenfalls ein braunes Fell, was aber eher wie vergilbt oder wie Kakao mit sehr viel Milch aussieht. Das Langhaar ist meist von gleicher Farbe wie der Körper oder aber auch heller. Falben sind hellbräunlich, grau oder auch wie schmutziges weiß. Wie die Braunen haben sie auch schwarzes Langhaar – was sie aber vom Braunen entscheidet ist sein Aalstrich. Dieser schwarze Strich fängt gleich hinter dem Mähnenende an, führt in gerader Linie über der Wirbelsäule weiter und endet am Anfang von der Schweifrübe.
Allgemeine Krankheitssymptome
Krankheiten vorbeugen - worauf muss man achten?
Die übliche Frage, die sich ein jeder Reiter stellt. Jeder von uns hat Angst um sein Pferd, sei es das eigene oder das zum Pflegen. Aber man kann tatsächlich auf besondere Kennzeichen achten.
"Aussehen des Pferdes"
Ein auffallendes Anzeichen ist die Optik, sieht das Pferd nicht gut aus, dann fühlt es sich auch nicht gut! Also, mattes oder nicht glänzendes anliegendes Fell ist zum Beispiel eines der vielen Anzeichen für Krankheiten.
"Augen des Pferdes"
Schaut eurem Pferd tief in die Augen, ist dort nicht das Funkeln sondern nur die Leere zu sehen, so kann das Pferd krank sein! Allerdings kann das auch am Putzen liegen.
Pferde die viel an der frischen Luft stehen, brauchen nicht so doll geputzt werden. Der Schmutz schützt sie vor Wind und Wetter.
"Zahnprobleme"
Können Pferde Karies bekommen und brauchen sie auch einen Zahnarzt? Wehrt sich das Pferd gegen die Hand, das heißt weicht es dem Gebiss während des Reitens aus, dann hat das nicht immer was mit der Ungehorsamkeit zu tun, sondern kann auch an den Zähnen liegen. Die Augen sollten glänzen und klar sein. Es müssen nicht immer schlimme Krankheiten sein, doch ist es notwendig die Ursache für diese Veränderung herauszufinden.
Ein weiterer Schritt geht dann zum Beobachten des Fressens! Denn wenn das Pferd nicht richtig frisst, kann es an Haken an den Zähnen im Pferdemaul liegen, die es dem Pferd erschweren zu fressen.
Dieses Pferd auf dem Foto kämpft augenscheinlich mit seinem Gebissstück.
"Verhalten der Pferde"
Achtet auf das Verhalten des Tieres, das gilt übrigens nicht nur für Pferde sondern für alle Tiere!
Steht es teilnahmslos in der Gegend herum und achtet auf nichts? Reagiert es nicht auf Ansprechen oder andere Geräusche, so spricht man von Apathie. Oft drückt das Unzufriedenheit des Pferdes aus, kann aber auch Anzeichen für ernste Erkrankungen sein.
Die beiden hier sind nicht apathisch - sie machen nur eine kleine Pause und dösen vor sich hin.
"Ständiges Wälzen"
Ständiges Liegen und Wälzen? Guck dir die Box näher an und suche nach frischen Pferdeäpfeln!
Ein Pferd "macht" etwa alle zwei Stunden, sind also keine Pferdeäpfel zu finden und ist das Pferd weiter unruhig oder aber apathisch, dann nimm es aus der Box und führe es herum oder bringe es auf einen Auslauf, wo Du es beobachten kannst. Rufe auf jeden Fall den Tierarzt an, denn mit höchster Wahrscheinlichkeit leidet das Pferd an einer Kolik!
Wichtig ist, dass das Pferd nichts fressen darf, bis es wieder gesund ist
"Dickes Pferd? Dünnes Pferd?" Als Faustregel gilt, man sollte beim Pferd/Pony die Rippen mit der flachen Hand fühlen können, aber nicht sehen. Kann man die Rippen trotz intensiven Knetens nicht mehr ertasten, ist das Pferd/Pony eindeutig zu dick.
Wenn man die Rippen schon von weitem sehen kann und vielleicht zusätzlich noch die Hüftknochen deutlich herausstechen, ist das Pferd/Pony zu dünn.
Zu dicke Pferde/Ponys sollten streng auf Diät gesetzt werden, sie sehen nicht nur unschön aus, sondern es wird vor allem die Gesundheit des Tieres aufs Spiel gesetzt. Besonders die lebensgefährliche Hufrehe betrifft oft zu gut gefütterte Pferde und noch häufiger Ponys.Zusätzlich sollte man dem zu dicken Tier ausreichend Bewegung verschaffen durch reichlich Auslauf oder/und vermehrtes Reiten. Aber bitte nicht mit einem Pferd, das längere Zeit nicht bewegt wurde (vielleicht wegen Krankheit), plötzlich täglich stundenlange Ausritte machen.
Der Tierarzt wird gerne helfen, hier einen Ernährungs- und Bewegungsplan aufzustellen. Ein Offenstall mit Paddock ist die ideale Haltungsform für zu dicke Pferde oder Ponys.
Bei zu dünnen Pferden und Ponys sollte natürlich die Futtermenge überprüft werden, zusätzlich sollte man den Tierarzt zu Rate ziehen. Ist die Futterration ausreichend, sollten die Zähne überprüft werden, es könnten ein schmerzender Zahn oder Haken an den Zähnen die Ursache für schlechtes Fressen sein. Auch eine regelmäßige Entwurmung muss durchgeführt werden, mindestens 4 mal im Jahr! Wurmbefall kann die Ursache sowohl für Über- wie auch für Untergewicht sein.
Erste Hilfe
Mit dem Pferd stimmt was nicht - was nun? In jedem Stall sollte es eine Stallapotheke geben, damit man z. B. bei Verletzungen erste Hilfe leisten kann. Und um sicher zu gehen, dass es dem Pferd gut geht, sollte man auch wissen, wie oft der Puls schlagen sollte, wie hoch die Körpertemperatur sein darf usw.
"Die Stallapotheke "
Eine Mindestausstattung an Medikamenten und Verbänden sollte in jedem Stall zu finden sein. Zur Stallapotheke gehören unter anderem
Erste-Hilfe-Broschüre Telefonnummern der Pferdebesitzer und Tierärzte Frotteehandtuch Desinfektionsmittel Verbandswatte elastische Bandagen Fieberthermometer Pflaster Hustenpulver Instant-Kältepackung Jodtinktur Klebeband Kampfersalbe Mullbinden Messer Verbandsschere Watte Wundsalbe Wundpuder oder -spray
Solche kleinen Erste Hilfe Köfferchen kann man z. B. in Amerika kaufen - eine Idee, die sich hoffentlich auch in Deutschland durchsetzen wird. Denn - Hand aufs Herz - gibt es bei euch im Stall eine Stallapotheke speziell für erste Hilfe.
"Behandlung kranker und verletzter Pferde - Erste Hilfe "
Dieses Pferd hat eine sehr tiefe Fleischwunde, die vom Tierarzt genäht werden muss.
Bis zu seinem Eintreffen kann man die Wunde mit warmen Salzwasser auswaschen und versuchen, sie mit einem Verband geschlossen zu halten
Oberflächliche Wunden (leicht blutende Wunden am Rumpf): Werden mit Jodtinktur, Antibiotikumpuder oder -spray behandelt.
Großflächige Wunden (wenn nicht zu tief): Werden mit blutstillender Watte verbunden, notfalls hilft (vorübergehend) kaltes Wasser oder Schnee zur Blutstillung
Schlagaderverletzungen: Anlegung eines Druckverbandes. Bei Verletzung größerer Schlagadern wird das Glied herzwärts abgebunden und alle halbe Stunde gelockert bis zum Eintreffen des Tierarztes.
Nagel oder ähnliches im Huf: Der Fremdkörper wird in Richtung des Eindringens herausgezogen, die Wunde gewaschen und desinfiziert.
Bei allen offenen Wunden empfiehlt es sich, das Pferd, sofern dies nicht schon vorbeugend geschehen ist, gegen Tetanus zu impfen.
Hitzschlag: Bis zum Eintreffen des Tierarztes wird das Pferd mit kaltem Wasser begossen, zur Not kann man es auch mit kühler Erde oder feuchten Tüchern bedecken.
Fremdkörper im Auge: Das Auge wird vorsichtig mit Watte und viel Wasser (u. U. warmen Kamillentee) ausgewaschen.
Satteldruck: Möglichst häufiges Abwaschen des Rückens mit kaltem Wasser oder Essigwasserlösung.
Kolik: Verhinderung von Futteraufnahme, Führen im Schritt, Massieren des Unterbauches
Lahmheiten: Schonung des Pferdes, Behandlung erfolgt je nach Diagnose, im Zweifelsfalle ist der Tierarzt abzuwarten
Allgemeine Behandlung
Bei Anzeichen einer Erkrankung des Pferdes sollte man den Patienten in einem mäßig warmen, zugfreien, nach Möglichkeit abgesonderten Stall mit reichlich frischer Einstreu (nicht bei Kolik-Verdacht) bringen. Bei erhöhter Temperatur ist das Pferd einzudecken. Als Futter eignet sich am besten mit Wasser angerührte Weizenkleie oder Mash. Bei den meisten Erkrankungen der Verdauungsorgane darf das Pferd ein bis zwei Tage nichts fressen, als Stallunterlage eignen sich dann am besten Torf oder Hobelspäne.
"Puls & Co " Der Puls schlägt beim ausgewachsenen, gesunden Pferd 28 bis 44 Mal pro Minute. Gemessen wird er am besten an der Kehle. Dafür greift man in die Kuhle unter dem Kopf. An der Innenseite der Ganasche kann man eine sehr dicke Ader fühlen, es ist so ein bisschen wie eine Kordel unter der Haut, die sich auch ein wenig hin und her schieben läßt. Darauf legt man zwei oder drei Finger und fühlt nach dem Puls. Nicht wundern, dass er so langsam ist, er schlägt ja viel weniger als beim Menschen. Am besten solltet ihr das schon mal üben, bevor ihr es dann tatsächlich machen müsst, wenn das Pferd krank ist!
Es holt 10 bis 16 Mal in der Minute Atem. Die Atemzüge zu zählen ist gar nicht so einfach. Probiert es mit einem Spiegel, den ihr dem Pferd vor die Nüstern haltet. Bei jedem Ausatmen müsste er beschlagen. Seine normale Körpertemperatur beträgt am After gemessen 37,5 bis 38,2 Grad Celsius. Um die Temperatur zu messen stellt man sich seitlich hinter das Pferd, hebt den Schweif an und schiebt das Fieberthermomenter in den After. Vorsicht! Manche Pferde mögen das gar nicht und treten aus! Wenn das Fieberthermometer nicht richtig flutscht könnt ihr es mit etwas Vaseline oder milder Hautcreme einreiben. Es sollte nur so weit reingeschoben werden, dass man es noch mit den Fingern festhalten kann. Und bitte nicht loslassen, während etwa drei bis fünf Minuten lang gemessen wird.
1. Bahn betreten und Verlassen
Wenn du eine Reitbahn oder Halle betreten oder verlassen willst, dann vergewissere dich vorher, dass du dabei niemandem in die Quere kommst. Normal ruft man "Tür frei?" und wartet man solange, bis man Antwort bekommt. Wenn jemand in der Bahn ist und "Nein!" anwortet, dann warte weiter. Derjenige wird sicher gleich an der Tür vorbeireiten wollen und du willst doch nicht umgeritten werden. Erst wenn der Ruf "Tür ist frei" zurück kommt, darfst Du hinein- beziehungsweise hinauszugehen.
2. Abstand halten!
In der Bahn - und auch sonst - halte immer genügend Abstand zu anderen Pferden! Mindestens eine Pferdebreite zu jeder Seite und eine Pferdelänge zu dem Pferd vor dir. Um den Abstand zum Vorderpferd abzuschätzen gibt es einen Trick: Wenn du zwischen den Ohren deines Pferdes die Fesselgelenke des Pferdes vor dir sehen kannst, dann ist der Abstand groß genug.
3. Vorfahrt achten!
Auch in der Reitbahn gibt es "Vorfahrtsregeln". Zuerst ein mal hat immer der Vorrang, der auf der linken Hand reitet. Wenn die Hallenmitte links und die Außenbande rechts von Dir ist, dann reitest du auf der "linken Hand". Entgegenkommende Reiter müssen auf den zweiten oder dritten Hufschlag ausweichen. "Zweiter Hufschlag" sagt man, wenn man neben dem Hufschlag reitet und ihn so für andere Reiter frei macht. Der "Dritte Hufschlag" ist dann noch mal weiter innen, man macht also den Hufschlg und den zweiten Hufschlag für andere Reiter frei. Auch Pferde in höheren Gangarten müssen vorbeigelassen werden. Wenn viele Reiter in der Bahn sind reitet man darum meist Trab auf dem zweiten und Schritt auf dem dritten Hufschlag. Außerdem haben Reiter, die "ganze Bahn" reiten, Vorfahrt vor denen, die grade auf einem Zirkel oder in einer Volte sind.
Also noch mal ganz kurz zum einprägen:
- Linke Hand vor rechter Hand
- Je schneller, desto mehr Vorfahrtsrechte ;-) (Galopp vor Trab und Schritt)
- Ganze Bahn vor Zirkel, Schlangenlinien etc.
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